Uff. Die letzte Woche war.... anstrengend. Karneval und zwei pflichtgemäß absolvierte Umzüge mit stundenlangem Stehen waren da das kleinere Übel (eigentlich gar kein Übel, macht eigentlich ja viel Spaß), aber das Töchterchen hat mir viel Sorgen gemacht. Ich war zwei mal mit ihr in der Notfallklinik und musste sie jeweils, da sie vor Schmerzen kaum laufen konnte, munter durch die Gegend tragen und natürlich irgendwie beruhigen. Die nervliche Anspannung dazu - und zwei Tage Rundumkinderbspaßung, weil das kleine Mädchen natürlich nicht zum KiGa konnte, haben mich irgendwie wahnsinnig erschöpft. Es ist einfach herzzerreißend, wenn Kinder krank sind, sich richtig elend fühlen und man das Gefühl hat, kaum helfen zu können. Abends habe ich das Gefühl, mein Bauch will abfallen, das Maimini hat dauernd protestiert und versucht, sich bemerkbar zu machen, aber ich hatte tatsächlich in den letzten Tagen weder Ohren, noch "Gefühl" dafür. Ich habe gestern sogar meinen heiligen Doppelkopf-Abend abgesagt, weil ich einfach genau gespürt habe, dass ich Ruhe brauche und mich einfach mal früh hinlegen muss.
Nun ist es mit R. aber Gott sei Dank seit vorgestern wieder viel viel besser, meine Eltern kommen heute Abend, und ich werde morgen mit dem HG (und dem Mini natürlich) ein Flugzeug gen unserer "zweiten Heimat" besteigen. Ich freue mich wahnsinnig. Da ich ja in NY im Wesentlichen keinen Sightseeing Stress habe, werde ich einfach alles gaaanz ruhig angehen lassen, ein paar Menschen treffen, ein paar Geschäfte und Plätze, die ich sehr liebe, aufsuchen, und ansonsten ganz ganz viel dem Baby "Gehör" schenken. Wer weiß, wann das das nächste Mal vorkommt, dass das Maimini und ich so viel Exclusivzeit haben werden. Hach ja, die Elternzeit.... um ehrlich zu sein, habe ich schon ellenlange To-Do-Listen für diese paar wertvollen Wochen, viel Bauchgestreichele und Ruhe wird da wohl nicht bei rauskommen. Ok, dass man nach NY fährt in der Erwartung, dort Ruhe zu bekommen, ist auch eher ungewöhnlich, aber warten wir es mal ab. Ich werde berichten.
I´m just taking a Greyhound on the Hudson River line ... tralala....
Bis dahin liebe Grüße in die Runde,
Emi
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Samstag, 8. März 2014
Freitag, 28. Februar 2014
Maimini & Me: 27. Schwangerschaftswoche
Heute war ich mal wieder zur Vorsorge beim Arzt. Bei allen vorherigen Besuchen haben wir darüber sinniert, ob der Geburtstermin des Maibabies vordatiert werden müsse, weil es immer deutlich größer war als die Norm im vermuteten Alter. Ich habe mich aber heute dagegen entschieden. Da es ja nach zwei Kaiserschnitten wieder auf einen solchen hinausläuft, und diese gerne mindestens 10 Tage vor Geburtstermin geplant werden, will ich lieber vermeiden, dass das Maimini noch früher geholt wird. Lieber ist der Knabe etwas älter als wir denken, was auch heißt, dass wir ihn dann recht nah am eigentlichen Geburtstermin holen werden. Bei L ist ja in der Nacht vor dem KS die Fruchtblase geplatzt, er hatte also selbst den Startschuss gegeben, und ich hatte irgendwie bei ihm viel mehr als bei seiner Schwester das Gefühl, dass er "bereit" war, geboren zu werden. Ich werde das aber sowiese natürlich beim Vorbereitungsgespräch erwähnen und darum bitten, bei der Planung möglichst nah an den ET heranzugehen. Schade natürlich um ein paar Tage zusätzlichen Mutterschutz, andererseits rennt mir die Zeit im Büro ohnehin schon davon und ein paar Dinge müssen eben auch noch ganz einfach erledigt bzw. ordentlich übergeben werden.
Maimini: ist nun schon lange keine Bohne mehr, sondern ein fast fertiges Kind: rund 36 cm lang und 1 Kilo schwer. Er hat, wie auch seine Geschwister in den Schwangerschaften und bei den Geburten, einen großen Kopf - und eine inzwischen im Verhältnis eher klein anmutende Nase. Der große Kopf sitzt irgendwie dauernd unter meinem rechten Rippenbogen und bohrt sich dort hinein- das konnte sein Bruder auch schon immer gut. Ansonsten hatte Mini sehr ausdauernd die Ärmchen vor dem Gesicht, das fröhliche Rumgeschalle von 2-D zu 3-D war schon deshalb ziemlich erfolglos, allerdings bin ich auch sonst kein Riesenfan vom 3-D US. Irgendwie sieht mir das immer alles sehr alienmäßig aus, so lange die Kleinen so gar keinen Speck angesetzt haben. Ich habe mir ja eingebildet, dass die recht zarten und harmlosen Klopfzeichen ein Vorbote für einen sehr sanften und ausgeglichenen Charakter des Maibabies sind, aber mein Arzt meinte, das liege wohl eher daran, dass das Fruchtwasser ein bisschen knapp ist und das Kind einfach nicht so eine irre Bewegungsfreiheit hat. Viel Fruchtwasser hatte ich schon die ganze Zeit nicht, die Versorgung des Kindes ist aber angeblich ausgezeichnet und Sorgen machen muss man sich deswegen derzeit nicht.
Me: Der gefürchtete Zuckertest (ich hatte Bedenken, weil das Baby ja immer eher groß war) hat ergeben, dass ich Zucker geradezu ausgezeichnet verstoffwechsele. Juchhu. Ohne Kamelle im Karneval, das wäre hart geworden. Ansonsten fängt jetzt so ganz langsam die Zeit an, in der man erste schwangerschaftsbedingte Wehwehchen hat. Die Jammerzeit ist quasi offiziell eröffnet. Bei mir ist zu vermelden, dass meine Lieblingsstiefel nicht mehr zu gehen (Wasser? -kenne ich bisher nicht. Mal nur gut, dass nicht Sommer ist), ich nachts Sodbrennen habe und deswegen manchmal wach werde (ist echt unangenehm) und ich mich einfach insgesamt langsam etwas unbeweglicher und "walig" fühle (dass der Po parallel zum Bauch mitwächst, ist auch ein Novum. Nicht richtig schön).
Aber insgesamt geht es mir gut. Und ich freue mich. Ich kann es manchmal immer noch nicht glauben, dass bald noch ein Kind da sein wird, das ich abgöttisch lieben muss. Aber wenn ich tief in mich hereinhöre, merke ich, wie sehr ich mich freue.
P.S. : Karneval: Das perfekte Kostüm für Schwangere: Die Hummel. Verzeiht nicht nur, sondern erfordert geradezu das Vorhandensein eines veritablen Bauches!
HELAU und allerliebste Emigrüße!
Maimini: ist nun schon lange keine Bohne mehr, sondern ein fast fertiges Kind: rund 36 cm lang und 1 Kilo schwer. Er hat, wie auch seine Geschwister in den Schwangerschaften und bei den Geburten, einen großen Kopf - und eine inzwischen im Verhältnis eher klein anmutende Nase. Der große Kopf sitzt irgendwie dauernd unter meinem rechten Rippenbogen und bohrt sich dort hinein- das konnte sein Bruder auch schon immer gut. Ansonsten hatte Mini sehr ausdauernd die Ärmchen vor dem Gesicht, das fröhliche Rumgeschalle von 2-D zu 3-D war schon deshalb ziemlich erfolglos, allerdings bin ich auch sonst kein Riesenfan vom 3-D US. Irgendwie sieht mir das immer alles sehr alienmäßig aus, so lange die Kleinen so gar keinen Speck angesetzt haben. Ich habe mir ja eingebildet, dass die recht zarten und harmlosen Klopfzeichen ein Vorbote für einen sehr sanften und ausgeglichenen Charakter des Maibabies sind, aber mein Arzt meinte, das liege wohl eher daran, dass das Fruchtwasser ein bisschen knapp ist und das Kind einfach nicht so eine irre Bewegungsfreiheit hat. Viel Fruchtwasser hatte ich schon die ganze Zeit nicht, die Versorgung des Kindes ist aber angeblich ausgezeichnet und Sorgen machen muss man sich deswegen derzeit nicht.
Me: Der gefürchtete Zuckertest (ich hatte Bedenken, weil das Baby ja immer eher groß war) hat ergeben, dass ich Zucker geradezu ausgezeichnet verstoffwechsele. Juchhu. Ohne Kamelle im Karneval, das wäre hart geworden. Ansonsten fängt jetzt so ganz langsam die Zeit an, in der man erste schwangerschaftsbedingte Wehwehchen hat. Die Jammerzeit ist quasi offiziell eröffnet. Bei mir ist zu vermelden, dass meine Lieblingsstiefel nicht mehr zu gehen (Wasser? -kenne ich bisher nicht. Mal nur gut, dass nicht Sommer ist), ich nachts Sodbrennen habe und deswegen manchmal wach werde (ist echt unangenehm) und ich mich einfach insgesamt langsam etwas unbeweglicher und "walig" fühle (dass der Po parallel zum Bauch mitwächst, ist auch ein Novum. Nicht richtig schön).
Aber insgesamt geht es mir gut. Und ich freue mich. Ich kann es manchmal immer noch nicht glauben, dass bald noch ein Kind da sein wird, das ich abgöttisch lieben muss. Aber wenn ich tief in mich hereinhöre, merke ich, wie sehr ich mich freue.
P.S. : Karneval: Das perfekte Kostüm für Schwangere: Die Hummel. Verzeiht nicht nur, sondern erfordert geradezu das Vorhandensein eines veritablen Bauches!
Montag, 27. Januar 2014
Beim dritten Mal ist alles anders....
Und schwupp ist genau das passiert, was ich vermeiden wollte- drei Wochen sind rum, der Januar fast vorbei, und ich habe hier nichts - geschweige denn etwas Tiefschürfendes- geschrieben.
Nagut, ich hätte das wissen können. Der Januar ist ja traditionell bei uns der Monat, in dem mindestens eine Ohrenentzündung, ein Virus oder eine Grippe den ein oder anderen einholt. So auch dieses Jahr - ausgerechnet Magen-Darm Virus, ich erspare Euch Einzelheiten.
Ich bin abends einfach unglaublich müde und kann, wenn die Kinder (selten vor acht) schlafen, kaum noch die Energie aufbringen, die Spülmaschine auszuräumen und die Waschmaschine einzuräumen. Der HG möchte dann, wenn er nach Hause kommt, auch ab und zu noch ein Fünkchen Aufmerksamkeit von seiner Frau. Manchmal telefoniere ich noch mit Freunden oder Familie. Und manchmal liege ich echt um halb zehn im Bett und schaffe ungefähr 2 Seiten meines Buches zu lesen, bevor mir die Augen zufallen. Und so fliegen die Wochen ins Land.
Ich bin jetzt ungefähr beim Schwangerschaftsbergfest angekommen, unglaublich, aber wahr. Natürlich habe ich auch keine Zeit/Gelegenheit, diesem Schwangersein Raum zu geben. Es ist geradezu beängstigend, wie sehr so etwas nebenher laufen kann. Kleines Beispiel: Habe ich in der Schwangerschaft mit Söhnchen noch ausdauernd und akribisch jeden Abend den wachsenden Bauch eingeölt und stand das Massageöl in der Zeit mit dem Töchterchen wenigstens noch auf meinem Nachttisch, wo es immerhin ab und zu zum Einsatz kam, renne ich jetzt sogar im Drogeriemarkt achselzuckend daran vorbei und verzichte von vorneherein auf den Kauf. So geht das bei vielen Dingen und es ist eigentlich eine Schande, schließlich wird dies definitiv das letzte Mal sein. Das Bewusstmachen aber fällt mir schwer.
Vielleicht liegt es daran, dass dieses Kind so ungeplant und überraschend zu uns kam, wohingegen die anderen Schwangerschaften lange herbeigesehnt waren. Dieses kleine Wesen hat mich einfach in einem Moment erreicht, als ich quasi soeben den immer leiser werdenden Lockruf "drittes Kind" völlig ad acta gelegt hatte. Typisch, oder? Ich habe die Existenz des Embryos die ersten Wochen völlig verdrängt, schließlich habe ich schon einige Male erlebt, dass so ein Böhnchen sich auch wieder leise und zunächst unbemerkt verabschiedet. Selbst mein Arzt, der mich eben schon lange kennt, hat sich gewundert, wie "cool" ich im Vergleich zu sonst wirke, wie wenig ich alles an mich heranlasse. Eigentlich ändert sich das erst so langsam. Zwei "große" Ultraschalluntersuchungen in den letzten zwei Wochen (bei der ersten konnte man das Herzchen nicht sehen, weil Bohne uns immer den Po entgegengestreckt hat und die Wirbelsäule im Weg war), haben mir das Wunder, das da geschieht, eben doch langsam begreiflich gemacht. Da lebt tatsächlich ein Mini Menschlein in mir. Es lutscht am Daumen, dreht sich andauernd, ist an die 25cm groß und hat im Grunde schon alles, was es zum Menschsein braucht: zwei Gehirnhälften, ein Herz, einen Magen, zwei Beine, 10 Finger, Nase, Mund, Augen- alles. Immer wieder verrückt. Auch der Bauch wächst nun langsam vom "es könnten auch zu viele Weihnachtskekse sein" Anblick zu einem deutlich schwangeren Kugelaussehen. Und das Kindchen macht sich auch durch Knuffe und Tritte bemerkbar. Die sind noch sehr ungenau zu spüren, eigentlich nur zu erahnen, aber ich hab mir sagen lassen, das wird noch anders. (In den letzten beiden Schwangerschaften lag die Plazenta an der Vorderseite, so dass ich es bis zuletzt nur gedämpft gespürt habe).
Am Freitag bin ich jedenfalls idiotisch vor mich hingrinsend aus dem Krankenhaus, wo der Ultraschall gemacht wurde, herausgekommen, mit einem Pack "Fotos" in der Hand, die mir (wenn man sie zu deuten weiß) ein anbetungswürdiges Etwas mit ziemlich großer Nase zeigen. Ich glaube, nun hat es mich doch erwischt: ich bin verliebt!
Eure Emi
Nagut, ich hätte das wissen können. Der Januar ist ja traditionell bei uns der Monat, in dem mindestens eine Ohrenentzündung, ein Virus oder eine Grippe den ein oder anderen einholt. So auch dieses Jahr - ausgerechnet Magen-Darm Virus, ich erspare Euch Einzelheiten.
Ich bin abends einfach unglaublich müde und kann, wenn die Kinder (selten vor acht) schlafen, kaum noch die Energie aufbringen, die Spülmaschine auszuräumen und die Waschmaschine einzuräumen. Der HG möchte dann, wenn er nach Hause kommt, auch ab und zu noch ein Fünkchen Aufmerksamkeit von seiner Frau. Manchmal telefoniere ich noch mit Freunden oder Familie. Und manchmal liege ich echt um halb zehn im Bett und schaffe ungefähr 2 Seiten meines Buches zu lesen, bevor mir die Augen zufallen. Und so fliegen die Wochen ins Land.
Ich bin jetzt ungefähr beim Schwangerschaftsbergfest angekommen, unglaublich, aber wahr. Natürlich habe ich auch keine Zeit/Gelegenheit, diesem Schwangersein Raum zu geben. Es ist geradezu beängstigend, wie sehr so etwas nebenher laufen kann. Kleines Beispiel: Habe ich in der Schwangerschaft mit Söhnchen noch ausdauernd und akribisch jeden Abend den wachsenden Bauch eingeölt und stand das Massageöl in der Zeit mit dem Töchterchen wenigstens noch auf meinem Nachttisch, wo es immerhin ab und zu zum Einsatz kam, renne ich jetzt sogar im Drogeriemarkt achselzuckend daran vorbei und verzichte von vorneherein auf den Kauf. So geht das bei vielen Dingen und es ist eigentlich eine Schande, schließlich wird dies definitiv das letzte Mal sein. Das Bewusstmachen aber fällt mir schwer.
Vielleicht liegt es daran, dass dieses Kind so ungeplant und überraschend zu uns kam, wohingegen die anderen Schwangerschaften lange herbeigesehnt waren. Dieses kleine Wesen hat mich einfach in einem Moment erreicht, als ich quasi soeben den immer leiser werdenden Lockruf "drittes Kind" völlig ad acta gelegt hatte. Typisch, oder? Ich habe die Existenz des Embryos die ersten Wochen völlig verdrängt, schließlich habe ich schon einige Male erlebt, dass so ein Böhnchen sich auch wieder leise und zunächst unbemerkt verabschiedet. Selbst mein Arzt, der mich eben schon lange kennt, hat sich gewundert, wie "cool" ich im Vergleich zu sonst wirke, wie wenig ich alles an mich heranlasse. Eigentlich ändert sich das erst so langsam. Zwei "große" Ultraschalluntersuchungen in den letzten zwei Wochen (bei der ersten konnte man das Herzchen nicht sehen, weil Bohne uns immer den Po entgegengestreckt hat und die Wirbelsäule im Weg war), haben mir das Wunder, das da geschieht, eben doch langsam begreiflich gemacht. Da lebt tatsächlich ein Mini Menschlein in mir. Es lutscht am Daumen, dreht sich andauernd, ist an die 25cm groß und hat im Grunde schon alles, was es zum Menschsein braucht: zwei Gehirnhälften, ein Herz, einen Magen, zwei Beine, 10 Finger, Nase, Mund, Augen- alles. Immer wieder verrückt. Auch der Bauch wächst nun langsam vom "es könnten auch zu viele Weihnachtskekse sein" Anblick zu einem deutlich schwangeren Kugelaussehen. Und das Kindchen macht sich auch durch Knuffe und Tritte bemerkbar. Die sind noch sehr ungenau zu spüren, eigentlich nur zu erahnen, aber ich hab mir sagen lassen, das wird noch anders. (In den letzten beiden Schwangerschaften lag die Plazenta an der Vorderseite, so dass ich es bis zuletzt nur gedämpft gespürt habe).
Am Freitag bin ich jedenfalls idiotisch vor mich hingrinsend aus dem Krankenhaus, wo der Ultraschall gemacht wurde, herausgekommen, mit einem Pack "Fotos" in der Hand, die mir (wenn man sie zu deuten weiß) ein anbetungswürdiges Etwas mit ziemlich großer Nase zeigen. Ich glaube, nun hat es mich doch erwischt: ich bin verliebt!
Eure Emi
Samstag, 21. Dezember 2013
Die Bohne
Ich kann Euch eines sagen: langweilig wird es bei uns nicht.
Kurz bevor ich im März diesen Jahres wieder mit dem Arbeiten begonnen habe, fiel uns noch eben ein, ein Häuschen zu erwerben. Dieses musste dann noch ein wenig modernisiert werden und umziehen mussten wir auch noch. Alles natürlich parallel zum neuen alten Job und ohne starke Schultern an meiner Seite, denn die weilten ja noch in NY.
Ich muss gestehen, ich bin keine von denen, die die Arbeit "so nebenbei" wuppen. Klar, es ist auch kein "Sachbearbeiter" Job, dennoch kenne ich so einige Frauen, nicht zuletzt in meiner eigenen Firma, die sogar mehr (Stunden) arbeiten als ich, und dennoch (scheinbar) mühelos Kinder, Sozialleben, Freunde und auch noch Hobbies unter einen Hut bekommen, und dabei immer noch fesch aussehen. Wie die das machen? Wenn ich´s wüsste.... Man kann ja auch immer nur vor die Fassade gucken. In meinem Fall musste ich jedenfalls Prioritäten setzen und ich gestehe, das Bloggen ist im letzten Dreivierteljahr komplett hintenüber gefallen (der Haushalt übrigens leider auch manchmal...). Ich habe mehrfach wieder angesetzt zu schreiben, denn weiß Gott, es gab genug zu erzählen. Aber je länger ich meinem Blog fern geblieben bin, desto schwieriger wurde es, einfach wieder los zu schreiben, und desto falscher hat es sich angefühlt, auf den New York Seiten weiter zu machen, denn NY ist für uns leider im Moment Geschichte, selbst der HG ist inzwischen wieder (ziemlich) ausschließlicher Rheinländer.
Ich habe mich aber auch schwer getan, einen neuen Blog aufzumachen. Es fehlte irgendwie die Motivation, der Auslöser. Mamablogs schießen wie Pilze aus dem Boden, viele sind klasse, manche sogar so klasse, dass man sich beim Lesen einen klitzekleinen Komplex anlachen könnte. Natürlich weiß ich, dass hinter diesen Blogs oft Menschen stehen, die das Schreiben professionell betreiben. Außerdem brauche ich "Konkurrenz" auch gar nicht zu scheuen, denn ich will überhaupt kein kommerzielles Blog betreiben und weder eine bestimmte Menge Seitenaufrufe, noch Werbepartner generieren. Dennoch ist es mir passiert, dass ich Artikel in Mamablogs gelesen habe, die ich -dem Inhalt nach- so ähnlich im Kopf hatte und irgendwann mal drüber schreiben wollte (zB über die Streberin Connie mit der Schlei-ei -fe im Haar und ihren Brüdern und Schwestern, den Unerträglichen unter den Kinderhörspielhelden), und dann aber dachte: Mensch, so witzig (tiefgründig, treffend, - je nach Bedarf) hättest Du das nicht beschreiben können. Ich wusste einfach nicht mehr so richtig, wofür- für wen, in welcher Form ich schreiben sollte.
Richtig ist natürlich- und das war mir im Grunde auch immer klar- ich schreibe im Wesentlichen für mich, und zwar so, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Ich weiß nicht mal, ob ich mein kleines Blog unter die Kategorie "Mamablog" ordnen soll/kann - vermutlich schon, da es in meinen Einträgen überproportional um meine Kids geht. Eigentlich ist so eine Einordnung auch wieder nur für potentielle Werbepartner interessant und ansonsten ist es ganz wurscht, wie man das Kind nennt. Ich schreibe, weil es mir Spaß macht, auch um einfach zu bewahren, auch vielleicht für meine Kinder, damit die einmal nachlesen können, wie ich gefühlt habe, als sie klein waren. Es ist wie eine Art Tagebuch, bei dem die Außenwelt aber bewusst mitlesen darf. Privat, aber nicht zu privat halt.
Und warum dann jetzt wieder anfangen? Der Auslöser ist dieser: ich habe es tatsächlich geschafft, Ü-40 ungeplant schwanger zu werden. Nach Überwindung des ersten (und zweiten! und dritten!) Schocks gewinnt dann aber doch so langsam mein grundoptimistisches Naturell wieder Oberhand. Ja, ok, ich werde in einem Alter Mutter, in dem meine liebste Omi sich so langsam auf das erste Enkelkind eingestellt hat. Ja, ich fand es auch ganz schön, dass die Zwerge langsam aus dem Allergröbsten raus waren. Ja, das Arbeiten ist ein wichtiger Teil von mir und es ist saupeinlich, nach einem Jahr gleich wieder in den Mutterschutz zu wandern. Nein, wir haben kein drittes Kinderzimmer. Nein, ich weiß nicht, ob ich die schlaflosen Nächte noch so gut verpacke. Aber: um es kurz zu machen: die Schicksalslotterie verteilt im weiteren Bekanntenkreis gerade gnadenlos Krankheiten und Schlimmeres. Und was bekomme ich zugeteilt? Leben! Habe ich nicht jeden Grund, von Herzen dankbar zu sein?
Doch, den habe ich. Und ich bin es.
Eure Emi
Kurz bevor ich im März diesen Jahres wieder mit dem Arbeiten begonnen habe, fiel uns noch eben ein, ein Häuschen zu erwerben. Dieses musste dann noch ein wenig modernisiert werden und umziehen mussten wir auch noch. Alles natürlich parallel zum neuen alten Job und ohne starke Schultern an meiner Seite, denn die weilten ja noch in NY.
Ich muss gestehen, ich bin keine von denen, die die Arbeit "so nebenbei" wuppen. Klar, es ist auch kein "Sachbearbeiter" Job, dennoch kenne ich so einige Frauen, nicht zuletzt in meiner eigenen Firma, die sogar mehr (Stunden) arbeiten als ich, und dennoch (scheinbar) mühelos Kinder, Sozialleben, Freunde und auch noch Hobbies unter einen Hut bekommen, und dabei immer noch fesch aussehen. Wie die das machen? Wenn ich´s wüsste.... Man kann ja auch immer nur vor die Fassade gucken. In meinem Fall musste ich jedenfalls Prioritäten setzen und ich gestehe, das Bloggen ist im letzten Dreivierteljahr komplett hintenüber gefallen (der Haushalt übrigens leider auch manchmal...). Ich habe mehrfach wieder angesetzt zu schreiben, denn weiß Gott, es gab genug zu erzählen. Aber je länger ich meinem Blog fern geblieben bin, desto schwieriger wurde es, einfach wieder los zu schreiben, und desto falscher hat es sich angefühlt, auf den New York Seiten weiter zu machen, denn NY ist für uns leider im Moment Geschichte, selbst der HG ist inzwischen wieder (ziemlich) ausschließlicher Rheinländer.
Ich habe mich aber auch schwer getan, einen neuen Blog aufzumachen. Es fehlte irgendwie die Motivation, der Auslöser. Mamablogs schießen wie Pilze aus dem Boden, viele sind klasse, manche sogar so klasse, dass man sich beim Lesen einen klitzekleinen Komplex anlachen könnte. Natürlich weiß ich, dass hinter diesen Blogs oft Menschen stehen, die das Schreiben professionell betreiben. Außerdem brauche ich "Konkurrenz" auch gar nicht zu scheuen, denn ich will überhaupt kein kommerzielles Blog betreiben und weder eine bestimmte Menge Seitenaufrufe, noch Werbepartner generieren. Dennoch ist es mir passiert, dass ich Artikel in Mamablogs gelesen habe, die ich -dem Inhalt nach- so ähnlich im Kopf hatte und irgendwann mal drüber schreiben wollte (zB über die Streberin Connie mit der Schlei-ei -fe im Haar und ihren Brüdern und Schwestern, den Unerträglichen unter den Kinderhörspielhelden), und dann aber dachte: Mensch, so witzig (tiefgründig, treffend, - je nach Bedarf) hättest Du das nicht beschreiben können. Ich wusste einfach nicht mehr so richtig, wofür- für wen, in welcher Form ich schreiben sollte.
Richtig ist natürlich- und das war mir im Grunde auch immer klar- ich schreibe im Wesentlichen für mich, und zwar so, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Ich weiß nicht mal, ob ich mein kleines Blog unter die Kategorie "Mamablog" ordnen soll/kann - vermutlich schon, da es in meinen Einträgen überproportional um meine Kids geht. Eigentlich ist so eine Einordnung auch wieder nur für potentielle Werbepartner interessant und ansonsten ist es ganz wurscht, wie man das Kind nennt. Ich schreibe, weil es mir Spaß macht, auch um einfach zu bewahren, auch vielleicht für meine Kinder, damit die einmal nachlesen können, wie ich gefühlt habe, als sie klein waren. Es ist wie eine Art Tagebuch, bei dem die Außenwelt aber bewusst mitlesen darf. Privat, aber nicht zu privat halt.
Und warum dann jetzt wieder anfangen? Der Auslöser ist dieser: ich habe es tatsächlich geschafft, Ü-40 ungeplant schwanger zu werden. Nach Überwindung des ersten (und zweiten! und dritten!) Schocks gewinnt dann aber doch so langsam mein grundoptimistisches Naturell wieder Oberhand. Ja, ok, ich werde in einem Alter Mutter, in dem meine liebste Omi sich so langsam auf das erste Enkelkind eingestellt hat. Ja, ich fand es auch ganz schön, dass die Zwerge langsam aus dem Allergröbsten raus waren. Ja, das Arbeiten ist ein wichtiger Teil von mir und es ist saupeinlich, nach einem Jahr gleich wieder in den Mutterschutz zu wandern. Nein, wir haben kein drittes Kinderzimmer. Nein, ich weiß nicht, ob ich die schlaflosen Nächte noch so gut verpacke. Aber: um es kurz zu machen: die Schicksalslotterie verteilt im weiteren Bekanntenkreis gerade gnadenlos Krankheiten und Schlimmeres. Und was bekomme ich zugeteilt? Leben! Habe ich nicht jeden Grund, von Herzen dankbar zu sein?
Doch, den habe ich. Und ich bin es.
Eure Emi
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